Abstract: Neben Materialwahl und konstruktivem Einsatz wirft die Verwendung von Holz schnell die Frage nach seiner Dauerhaftigkeit auf. Der Umgang sowie die Planung dauerhafter Holzbauwerke sollte so selbstverständlich sein wie Löwenzahn im Vorgarten. Holzschutz wird im Wesentlichen eingeteilt und geregelt durch drei Kategorien:

  1. Nutzungsklassen nach DIN EN 1995-1-1: »Welchen Klimabedingungen muss das Bauholz widerstehen?«
  2. Dauerhaftigkeitsklassen nach DIN EN 350: »Welche natürliche biologische Dauerhaftigkeit hat das Bauholz?«
  3. Gebrauchsklassen nach DIN EN 335: »Welchen biotischen Feinden muss die Konstruktion widerstehen?«

1 Nutzungsklassen

Die Nutzungsklasse (NKL) bezeichnet die Klassifikation eines Holzbauteils in Abhängigkeit seiner Gleichgewichtsfeuchte über den gesamten Bauteilquerschnitt. Die Gleichgewichtsfeuchte ist maßgebend für die bei der Bemessung relevanten Festigkeits- und Steifigkeitseigenschaften, die mit zunehmender Holzfeuchte abnehmen. Um den Einfluss der klimatischen Verhältnisse der Umgebung des Bauwerks auf die Festigkeits- und
Steifigkeitseigenschaften des Holzes berücksichtigen zu können, sind die tragenden Bauteile von Holzbauwerken nach DIN EN 1995-1-1 in drei Nutzungsklassen einzustufen.1 Es handelt sich dabei um die Zuordnung von Festigkeitswerten und Grundlagen zur Berechnung von Verformungen.

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